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Geoemyda spengleri, Spenglers Zacken-Erdschildkröte
Geoemyda spengleri (GMELIN, 1789) Zacken-Erdschildkröte Spenglers Erdschildkröte Herkunft: Die Zacken-Erdschildkröte ist u.a. in China, Indonesien, Vietnam und Malaysia verbreitet, wo sie feuchte Waldgebiete bewohnt. Äußere Merkmale: Diese interessanten Tiere zeigen einen auffälligen Rückenpanzer (Carapax) der eine Länge von 16cm erreichen kann. Dieser hat einen deutlichen Mittelkiel und je einen seitlichen Kiel. Der hintere Rand ist stark gesägt (die Randschilder laufen spitz zu). Die Grundfarbe des Panzer ist gelb bis orange, kann aber auch eher schwärzlich sein. Der Bauchpanzer (Plastron) ist mehr dunkelbraun bis schwarz und zeigt einen gelben Rand. Die haut der Tiere ist braun. Die Weibchen haben, wie auch die Jungtiere, in der Halsregion gelbe Bänder. Den Männchen fehlt diese Zeichnung. Verhalten: Diese Erdschildkröten sind am Tage aktiv. Ihr Panzer bietet ihnen eine gute Tarnung auf dem laubbedeckten Erdboden. Dort graben sie gerne einen Unterschulpf und finden ihre Nahrung, die zu einem großen Teil aus Regenwürmer und Insekten besteht. Allerdings wird auch pflanzliche Kost verzehrt und sollte bei der Haltung angeboten werden. Terrarium: Das Terrarium sollte für maximal zwei Tiere die Maße 100x50x50 cm (LxBxH) aufweisen, wobei eine Paarweise Haltung in größeren Terrarien vorzuziehen ist. Allerdings wird für die recht stressempfindlichen Tiere eine Einzelhaltung empfohlen. Der Bodengrund besteht aus einem Sand-Erdegemisch (ca. 1:3) das ungefähr 15cm hoch eingebracht wird. Der feuchtgehaltene Bodengrund wird mit viel Moos und Rinde abgedeckt. Klettermöglichkeiten durch Korkrinden, die ebenfalls verschiedene Versteckmöglichkeiten darstellen, müssen eingerichtet werden. Die Temperatur von 24-27°C wird mit Spotstrahlern erzeugt, wobei die Temperatur nachts auf 20°C fallen sollte. Empfohlen wird als Beleuchtung nur ein schwaches Licht. Die Luftfeuchtigkeit muß bei 90% liegen, wobei der Bodengrund ständig feucht zu halten ist. Die Temperatur kann mit Spotstrahler erzeugt werden. Die tägliche Beleuchtungsdauer liegt bei ca. 12 Stunden. Mit dem Abschalten der Beleuchtung fällt die Temperatur nachts auf 20°C. Die Beleuchtung sollte eine Kombination aus UV-Licht und Wärmestrahler sein. Sie erfolgt durch UV Strahler die ebenfalls das Terrarium beheizen können oder entsprechende Leuchtstoffröhren die mit einem Spotstrahler oder Keramikstrahler kombiniert werden. Als Hilfe empfehlen wir das Buch Chimaira-Verlag Vivarienbeleuchtung und unser Archiv: Was ist Licht? Die Luftfeuchtigkeit wird tagsüber bei 80-90% gehalten. Diese können wir mit Luftbefeuchter wie Neblern oder Beregnungsanlagen erzeugen. Die Temperaturen können mit Thermostaten oder Temperaturregler , die Luftfeuchtigkeit mit Hygrostaten gehalten werden. Zucht: Die Kopulation kann im Dezember beobachtet werden. Nach ca. 8 Wochen legen die Weibchen eine Nistgrube im Bodensubstrat an, wobei in der Folgezeit mehrere Ablagen erfolgen können. Die Eier werden in einen Brutkasten überführt und bei 28°C und 100% Luftfeuchtigkeit bebrütet. Nach 60-70 Tagen schlüpfen die Jungtiere die unbedingt bei einer hohen Luftfeuchtigkeit aufgezogen werden sollten. Die Tiere können in der ersten Zeit im Keimfix herangezogen werden.
Hier im Vergleich: Weibchen rechts mit kürzerem Schwanz. Die Kloake der Männchen liegt näher am Schwanzende als bei den Weibchen.
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