Hierodula membranacea BURMEISTER, 1838
Indische Riesengottesanbeterin
Allgemeine Beschreibung:
Die Indische Riesengottesanbeterin ist im südlichen China, in Indien, Nepal, Sri Lanka und Thailand beheimatet. Man findet sie meist im Laub von Sträuchern und Bäumen in feuchtwarmen, tropischen Regenwäldern.
Äußere Merkmale:
Diese Fangschreckenart zählt zu den großen bis sehr großen Arten. Sie erreichen eine Länge von ca. 9 cm. Männchen bleiben mit 8 cm etwas kleiner. Die Tiere haben eine grüne bis braune Grundfärbung. Auf dem Speißeplan stehen jegliche Insekten entsprechender Größe. Jungen Larven werden
Drosophilas
angeboten. Größere Tiere fressen
Fliegen,
Grillen,
Schaben
oder
Heuschrecken.
Terrarium:
Diese Gottesanbeterin kann in Terrarien mit den Maßen
30x30x40 cm
gehalten werden.
Die
Beleuchtung
kann ein Spotstrahler sein, der ebenfalls das Terrarium beheizen kann. Hier ist eine Temperatur von 25 °C für eine optimale Haltung nötig.
Als
Bodengrund
sollte man
Quellhumus
verwenden. Dieser kann die Luftfeuchtigkeit von 65 % gut halten. Der Bodengrund wird ca. 5 cm hoch eingebracht. Ferner werden
Korkstücke
und Kletteräste aufgestellt um den Tieren Klettermöglichkeiten und Versteckplätze zu bieten.
Männliche Gottesanbeterinnen sind zierlicher und haben meist überstehende Flügel.
Zucht:
Die Tiere erreichen ein Alter von ca. 1 Jahr. Die Geschlechter lassen sich bei adulten Tiere gut unterscheiden. Weibliche Tiere sind kräftiger gebaut. Die Flügel der Männlichen Tiere überragen den Hinterleib, die der Weibchen sind kürzer. Zur Paarung wird das Männchen in das Terrarium des Weibchens gesetzt. Im Folgenden sollte das Männchen das Weibchen besteigen. Die Paarung kann mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Anschließend werden die Tiere wieder getrennt. Nach ungefähr 14 Tagen legt das Weibchen die erste von 4-6 Ootheken (Eipakete). Die 100-250 Larven schlüpfen nach ca. 5-6 Wochen.
Die Häutung:
Die Häutung einer Gottesanbeterin ist eine der faszinierensten Metamorphosen im Tierreich. Der äußerst komplizierte Vorgang der Verwandlung von der Larve (teils auch Nymphe genannt) zur Imago soll hier annhand einiger Bilder der Imaginalhäutung einer männlichen Hierodula membranacea verständlich erläutert werden.
Kurz vor der Häutung haken sich die Tiere mit den Beinen an Ästen oder Gegenständen mit dem Kopf abwärts ein. Nach kurzer Zeit Platz die Haut an Kopf und Rücken auf. (Bild 1)
Nun windet sich die Gottesanbeterin aus der alten Haut und hällt sich mit dem Abdomen noch einige Zeit fest, bis die neue Haut getrockent ist. (Bild 2)
Bei der letzten Häutung auch als Imaginal- oder Reifehäutung genannt, sind nun deutlich die Flügel zu erkennen. Diese sind noch unförmig. (Bild 3)
Die Tiere pumpen nun mit Luft und Körperflüssigkeit die Flügorgane auf und verharren in dieser Position bis sie gänzlich ausgehärtet sind. (Bild 4)



Viel Spaß wünscht Reptilica